§ 233 StGB, Ausbeutung der Arbeitskraft
Paragraph Strafgesetzbuch

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine andere Person unter Ausnutzung ihrer persönlichen oder wirtschaftlichen Zwangslage oder ihrer Hilflosigkeit, die mit dem Aufenthalt in einem fremden Land verbunden ist, oder wer eine andere Person unter einundzwanzig Jahren ausbeutet

1.
durch eine Beschäftigung nach § 232 Absatz 1 Satz 2,
2.
bei der Ausübung der Bettelei oder
3.
bei der Begehung von mit Strafe bedrohten Handlungen durch diese Person.


(2) Auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren ist zu erkennen, wenn

1.
das Opfer zur Zeit der Tat unter achtzehn Jahren alt ist,
2.
der Täter das Opfer bei der Tat körperlich schwer misshandelt oder durch die Tat oder eine während der Tat begangene Handlung wenigstens leichtfertig in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung bringt,
3.
der Täter das Opfer durch das vollständige oder teilweise Vorenthalten der für die Tätigkeit des Opfers üblichen Gegenleistung in wirtschaftliche Not bringt oder eine bereits vorhandene wirtschaftliche Not erheblich vergrößert oder
4.
der Täter als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung solcher Taten verbunden hat.


(3) Der Versuch ist strafbar.


(4) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder auf Geldstrafe zu erkennen, in minder schweren Fällen des Absatzes 2 auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren.


(5) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer einer Tat nach Absatz 1 Nummer 1 Vorschub leistet durch die

1.
Vermittlung einer ausbeuterischen Beschäftigung (§ 232 Absatz 1 Satz 2),
2.
Vermietung von Geschäftsräumen oder
3.
Vermietung von Räumen zum Wohnen an die auszubeutende Person.
Satz 1 gilt nicht, wenn die Tat bereits nach anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.


Benachbarte Paragraphen


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Erklärung zur persönlichen Eignung

http://www.jugendarbeit-rm.de/relaunch2009/wp-content/uploads/2009/05/Anlage-5-...
dass ich nicht wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184f, 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuches (StGB) rechtskräftig verurteilt worden bin und; dass derzeit weder ein gerichtliches Verfahren


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Strafbarkeit des Menschenhandels nach der Neuregelung der §§ 232 ...

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Mit der Einführung des § 233a StGB wurde ein eigener Beihilfetatbestand geschaffen, der die blo- ße Förderung des Menschenhandels als abstraktes Gefährdungsdelikt unter Strafe stellt. Der Tatbe- stand beschreibt den Menschenhandel im eigentlichen Sinne,

233 StGB - Ban Ying

http://www.ban-ying.de/sites/default/files/Indikatoren-Gastgewerbe.pdf
Tel.:4406373/74; Fax:4406375. Email:info@ban-ying.de www.ban-ying.de www.VerantwortlicherFreier.de. Juni 2007. Indikatorenliste für Menschenhandel zum Zweck der. Ausbeutung der Arbeitskraft (§ 233 StGB) im. Gaststättengewerbe. 1. Vorbemerkung: Es ist dur

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233 StGB Weitergabe und Besitz nachgemachten oder verfälschten Geldes - Strafgesetzbuch - Gesetz, Kommentar und Diskussionsbeiträge - JUSLINE Österreich.

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StGB § 233 Ausbeutung der Arbeitskraft | W.A.F. - betriebsrat.com

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  • Verortung im StGB

    StGBBesonderer TeilAchtzehnter Abschnitt Straftaten gegen die persönliche Freiheit › § 233

  • Zitatangaben (StGB)

    Periodikum: RGBl
    Zitatstelle: 1871, 127
    Ausfertigung: 1871-05-15
    Stand: Neugefasst durch Bek. v. 13.11.1998 I 3322;

  • Hinweise zum Zitieren

    Als Referenz auf das StGB in einer wissenschaftlichen Arbeit

    § 233 StGB
    § 233 Abs. 1 StGB oder § 233 Abs. I StGB
    § 233 Abs. 2 StGB oder § 233 Abs. II StGB
    § 233 Abs. 3 StGB oder § 233 Abs. III StGB
    § 233 Abs. 4 StGB oder § 233 Abs. IV StGB
    § 233 Abs. 5 StGB oder § 233 Abs. V StGB

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